trmd 110

Theorie der Technikkommunikation

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Dozent(en)

Dr. Anja Haag und Prof. Rainer B. Voges

Modulverantwortlich

Prof. Rainer B. Voges

Modultyp

Pflichtmodul, abzuschließen mit einer Prüfungsleistung

Moduldauer

1 Semester

Sprache

Deutsch

Lehrform

3 sws Vorlesung, 1 sws Übung, 6 sws Eigenarbeit

Aufwand

6 ects

Modul davor

Keines, dies ist ein Grundlagenfach im ersten Semester

Verwendbarkeit

Master trmd, Modul als Weiterbildungsangebot, Wahlpflichtfach andere Master

Voraussetzungen

keine

Bewertung / Note

Bewertung der Prüfungsleistung gemäß Prüfungsordnung des Studienganges trmd

Häufigkeit des Angebotes

Angeboten im Sommer- und Wintersemester

Lernziele

Die Teilnehmer kennen Aspekte der besonderen Situation von Technikkommunikation
und nutzen diese im Sinne einer Experten-Laien-Kommunikation.

Die Teilnehmer beschreiben und benutzen kognitive Prozesse bei der Vermittlung technischer Sachverhalte, kennen grundlegende Klassifizierungen und Typologisierungen von Denkprozessen.

Die Teilnehmer erkennen und nutzen Wissensvermittlung als Prozess,
erkennen Interaktion und Kommunikation als wesentlichen Informationsträger.

Die Teilnehmer wissen, dass erfolgreiche Kommunikation nicht nur vom guten Willen der Teilnehmenden abhängt. Sie können Situationen beschreiben, in denen Missverständnisse zu Kommunikationsstörungen führen können.

Sie kennen einige Kommunikationsmodelle und können nach diesen Modellen Beispiele für erfolgreiche und gestörte Kommunikation nennen. Sie wissen außerdem, welchen Beitrag sie selbst leisten können, um Störungen zu vermeiden. Sie kennen die Technik des aktiven Zuhörens.

Modul-Inhalte

Vom Denken zum technischen Denken, Produktives Denken, Denken in Modellen. Kommunikation. Hierarchie der Bedürfnisse. Kommunikationsmodelle, Transaktionsanalyse

Kooperative Kommunikation, Aktives Zuhören, Einweg- und /Zweiwegkommunikation. Körpersprache und Distanzverhalten. Körperhaltung, Blicke, Mimik, Gestik.

Einführung in die Kognitionspsychologie. Forschungsrichtungen, Methoden. Informationsverarbeitungsmodelle. Wahrnehmung, Sinnesmodalitäten, Adaption / Habituation, Prozessmodelle der Wahrnehmung, Kontext, Wissen, Motivation.

Aufmerksamkeit. Filter, Dämpfungstheorie, Theorie der späten Entscheidung, Interferenzphänomen. Lernen, Definition Lernen und Leistung; Latentes Lernen, Klassisches Konditionieren, Operantes Konditionieren, Shaping & Chaining, Modelllernen.

Gedächtnisbildung und Erinnerung, Mehrspeichermodell, Funktionales Modell, Arten der Informationsakquise, Enkodieren ins Langzeitgedächtnis: Serielle Positionseffekte, Chunking, Assoziationsbildung. Hierarchische Organisation, Gedächtnisbildung, Mnemotechniken, Prototypen, kognitive Schemata, Skripte.

Erinnern als Rekonstruktionsprozess, Verzerrungsmechanismen, Ankereffekte. Intelligenz als Basis menschlicher Kommunikationsfähigkeit, Problemlösen, Prozessmodell des Problemlösens, konvergentes, divergentes Denken, induktives vs. deduktives Schlussfolgern, Bayes-Theorem, Urteilsheuristiken, Entscheiden, Kontexteffekte, Outcome, Entscheidungsaversionen.

Problemlösendes Lernen, motivationale Aspekte, Anwendungsvoraussetzungen, träges Wissen. Verstehen und Lernen als konstruktive Prozesse, Kurzzeit-/Langzeitgedächtnis. Instruktionspsychologie, Klassifikation, lernzielorientierte Auswahl von Lehrmethoden. Multimediales Lernen, Klassifikation Medien“, Interaktivität“, potenzielle Vor- und Nachteile, Funktionen von Abbildungen und Animationen.

Methodenorientierung, Wirkungsaspekt von Methoden. Methoden zur Ideen-Findung, Mikromethoden/Methodenklassifizierung.

Kulturelle Unterschiede der Kommunikation, Delegation, Koordination, Repräsentation, Unterstützung, Entscheidungsfindung, Kommunikationsbereitschaft, Störungen, kreatives Verhalten in Problemlösungsprozessen, divergentes und konvergentes Denken. Verständlichkeit. Das Hamburger Verständlichkeitsmodell.